Silvester, der große Knall - wer zahlt?

Kleiner Hund mit Gehörschutz

Mit teils drastischen Bildern plädieren derzeit auf facebook einige für ein knallfreies Silvester. Andere wollen wiederum keinesfalls auf Raketen und Böller verzichten. Gehörschutz gibt’s ja auch für Hunde (link), hab ich dazu gelesen. Doch wie auch immer man zu dieser Grundsatzfrage steht, was viele eint: Die Furcht vor Schäden. 

So bleibt der Vater eines meiner Angestellten Silvester immer zu Hause. Aus Angst um das Kunststoffdach seines Wintergartens. Ist ihm vor Jahren mal zerschossen worden und beinahe in Brand geraten. Seine Versicherung wollte natürlich nicht zu zahlen. War ja kürzlich Thema hier: Leider sind bei vielen dieser Konzerne Ablehnungen zunächst obligatorisch. Bis hin zur Klageandrohung. Dabei hatte der Vater sowohl Hausrat- wie auch Wohngebäudeversicherung. Erste war verpflichtet, bei Feuer- oder Löschwasserschäden einzuspringen. Schäden durch Silvesterraketen oder -böller versuchen manche Versicherer zwar auszuschließen. Lässt sich aber anfechten. Hundertprozentig haftbar gewesen wäre zudem seine Gebäudeversicherung. Die muss - wie der Name schon sagt - alle Schäden übernehmen, die am Gebäude entstehen. Hierzu zählt auch der bei Böllern so beliebte Briefkasten. An Vermieter dazu ein Appell: Nehmen Sie diese Versicherung (die eigentlich jeder Besitzer eines Mehrfamilienhauses hat) doch in Anspruch. Mieter sollten nicht mit detonierten Briefkästen leben müssen, sie zahlen die Absicherung dagegen ja schließlich mit den Betriebskosten. Völlig unkompliziert ist die Schadensabwicklung meist über die Haftpflichtversicherung. Voraussetzungen: Der Verursacher steht zu seinem Handeln und besitzt eine. Sie deckt dann auch Schäden an Hunden ab, also Tierarztkosten. Liest sich nicht schön, ich weiß. Kann aber manchen Knall-Freund dazu bewegen, sich doch noch verantwortungsbewusst zu zeigen. Und nicht raketenschnell abzuzischen. 

 Ob laut oder leise: Ich wünsche ein friedliches, rundum angenehmes Silvester!