Unberechtigter Strafbefehl? Widerspruch!

Strafbefehl, Beispielbild, Name abgedeckt

Wenn ein unberechtigter Strafbefehl ins Haus flattert, empfiehlt sich eine sofortige, anwaltliche Rechtsberatung. Denn es gilt die Widerspruchsfrist einzuhalten. Ein Beispiel aus unserer Kanzlei: Mandant Ralf K. hatte sich 2004 mit Hilfe einer Förderung selbständig gemacht. Als Kleinunternehmer kümmert er sich um Wohnungsauflösungen, er entrümpelt und renoviert, bezugsfertig. Fürs Schleppen holt er sich Unterstützung, meist Hartz IV Empfänger, die 100 Euro dazu verdienen dürfen. Korrekt zahlt er den Mindestlohn von 8,50 Euro. Das Zollamt jedoch hatte den Verdacht, die Helfer würden mehr arbeiten, schwarz. Dies stimmte nicht und konnte folglich auch nicht nachgewiesen werden. Jedoch wurde K. belehrt: Für Maler und Lackierer gilt der tarifliche Mindestlohn von 9,90 Euro. Die Differenz habe er nachzuzahlen. Und dann kam der Strafbefehl: 2.000 Euro, 40 Euro Tagessatz für jede, angeblich falsche Abrechnung.

Wir legten sofort Widerspruch ein. Bei der Verhandlung konnten wir das Gericht davon überzeugen, dass die Helfer keine Malerarbeiten erledigen. Zudem stellten wir klar, dass K. die Verpflichtung, für solche Arbeiten den Tariflohn des Gewerbes zahlen zu müssen, nicht bekannt war.

Unser Mandant wurde auf ganzer Line freigesprochen. Keine Strafe, keine Nachzahlung. 

Deshalb: Nie ein voreiliges Geständnis aufgrund von unberechtigen Schuldgefühlen ablegen. Und keine Frist verstreichen lassen. Wir kümmern uns! 

(Bild: Beispielfoto Strafbefehl)