Plötzlich Chrystal Meth dabei?

Chrystal Meth in zwei Paeckchen

Ein Mandant, der fest im Leben steht, jedoch ab und zu gerne einmal kifft, hatte aufgrund der für ihn ausschließlich illegalen Beschaffungsmöglichkeiten von Marihuana leider ein paar dubiose neue Freunde kennengelernt. Als er mit ihnen einen Ausflug nach Tschechien unternahm wurden sie auf der Rückfahrt von der Polizei angehalten. Drogenhunde schlugen an, und man fand bei ihm eine nicht geringe Chrystal Meth. Die anderen, von denen einer die Päckchen bei ihm versteckt haben musste, behaupteten frech, mit der Sache nichts zu tun zu haben. Aufgrund der Sachlage wurde unserem Mandanten dann der Prozess gemacht: Er wurde schuldig gesprochen, bekam eine Haftstrafe von einem Jahr und acht Monaten - auf Bewährung. Ein durchaus erfolgreiches, weil mildes Urteil, das jemandem, dem etwas untergeschoben wurde, jedoch zu Recht enttäuscht und verärgert.

Jetzt haben wir in der Berufung einen echten Erfolg für ihn eingefahren: Ein Zeuge konnte dazu gebracht werden, seine Lüge aus der Ersten Instanz zu gestehen. Damit wurde aus dem Schmuggel-Delikt lediglich eine Beihilfe, und aus der Haftstrafe überschaubare 90 Tage Sozialarbeit. Mit diesem Urteil kann unser Mandant nun gut leben. 

Ergo: Wer einen neuen Freund betrügt, der betrügt oft irgendwann auch einen der alten. Deshalb nie zu früh aufgeben! 

(Landesgericht Dresden, Kleine Strafkammer, Foto: Polizei)

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