Gerhard Rahn

Gerhard Rahn

Wer einen außergewöhnlich erfolgreichen Rechtsbeistand braucht und dafür kein Vermögen ausgeben will, ist bei uns genau richtig! Ich bin anerkannter Fachanwalt in den Rechtsgebieten Sozialrecht, Strafrecht und Insolvenzrecht. Zusammen mit meinen Kollegen kämpfe ich leidenschaftlich für Ihr gutes Recht. Rufen Sie uns an! 

Oder schreiben Sie mir HIER gleich persönlich. Per Mail erreichen Sie mich unter rahn@rahn.de - ich freue mich auf Sie! 

Übrigens: Bei uns herrscht absolute Gebührentransparenz, von Anfang an sagen wir, was ein Verfahren kosten und ob es sinnvoll sein wird. Das gilt auch im Arbeitsrecht und Familienrecht. Als Fachanwalt helfe ich besonders häufig bei: 

> SOZIALRECHT - Ablehnungsbescheide, Hartz IV, Versagungsbescheide, Aufhebungs- und Erstattungsbescheide, Widerspruch, Revisionen

> STRAFRECHT - Haftbefehl, Strafbefehl, Vorladung, Nebenklage, Verteidigung, Berufung, Verfahrenseinstellungen

> INSOLVENZRECHT - Regelinsolvenz, Privatinsolvenz, Unternehmensinsolvenz, Vergleichsverfahren

Achtung: Cum-Sex-Geschäfte!

„Du hast WAS gemacht?“, fragte ich Harry ungläubig in der Kneipe. „Irene sollte doch nichts wissen,“ zuckte er mit den Schultern und guckte derart dackelig, als erwartete er nun auch noch einen Belohnungskeks. Leider sind es Männer wie mein alter Schulfreund, welche die billige Betrugsmasche von kriminellen Sex-Hotlines erst so lukrativ machen. 

(Bild: Bonny & Claudia, der Tussiblog in der Nordwest Zeitung Online)

Das Geschäftsmodel geht so: Nachts, sagen wir um um halb zwei, poppen auf deinem Laptop ein paar Brüste auf. Eigentlich wolltest du dich grad rumdrehen und Licht aus machen. Aber: Die heiße Blondine will genau dich und genau jetzt! Also wählst du ihre Nummer. Eine Stimme stöhnt-schnurrt, dass es nur noch 40 Sekunden dauert, dann sprecht ihr euch, das wird geil, für nur 90 Euro, falls du vorher nicht auflegst. Harry behauptet, sofort aufgelegt zu haben, was glaubwürdig ist. Denn erstens ist er im Gegensatz zu seiner Frau, die in einer Klinik beschäftigt ist, arbeitslos. Und zweitens bleibt ab diesem Moment sowieso kaum einer in der Leitung. Trotzdem erscheinen aber später bei jedem Anrufer die 90 Euro auf der Telefon-Rechnung, völlig automatisch. Widerspricht man dagegen, mahnt die Hotline ab, droht dreist mit einem teuren Inkassoverfahren, wofür eine ausländische Firma zuständig sei. Auch die entstehenden, horrenden Kosten werden, was für ein Service, sogleich genannt. Schätzungen zufolge zahlen mehr als die Hälfte der Geneppten in diesem Stadium.

Nun hat das Oberlandesgericht Frankfurt auf Beschwerde der Staatsanwaltschaft hin ein Betrugsverfahren gegen diese Art von gefährlicher Bandenkriminalität eröffnet. Und dabei geht es um ausdrücklich alle Geschädigten, also auch um die, die kein teures Mahnverfahren riskiert haben. Nach Auffassung des Gerichts kann der Tatbestand des Betruges nämlich selbst dann erfüllt sein, wenn Täter und Opfer wussten, dass die geltend gemachte Forderung nicht berechtigt ist. Die Opfer hätten gezahlt, weil der Betrag im Vergleich zu einem Verfahren relativ niedrig gewesen sei, so die Argumentation, und sie sich durch das, von der angeklagten Firma aufgebauten System bedrohte fühlten. Genau auf diesen Effekt sei es den Angeklagten angekommen. 

Bei einer derart schlüssigen Anklageschrift wage ich hoffnungsvoll die Prognose: Harry braucht künftig keine Telefonrechnung mehr zu schreddern, die goldenen Zeiten für diese Art Cum-Sex-Geschäfte sind bald vorbei.

Rechtsanwalt Gerhard Rahn

(OLG Frankfurt, AZ 2 Ws 51/17)

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