Gerhard Rahn

Gerhard Rahn

Wer einen außergewöhnlich erfolgreichen Rechtsbeistand braucht und dafür kein Vermögen ausgeben will, ist bei uns genau richtig! Ich bin anerkannter Fachanwalt in den Rechtsgebieten Sozialrecht, Strafrecht und Insolvenzrecht. Zusammen mit meinen Kollegen kämpfe ich leidenschaftlich für Ihr gutes Recht. Rufen Sie uns an! 

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Übrigens: Bei uns herrscht absolute Gebührentransparenz, von Anfang an sagen wir, was ein Verfahren kosten und ob es sinnvoll sein wird. Das gilt auch im Arbeitsrecht und Familienrecht. Als Fachanwalt helfe ich besonders häufig bei: 

> SOZIALRECHT - Ablehnungsbescheide, Hartz IV, Versagungsbescheide, Aufhebungs- und Erstattungsbescheide, Widerspruch, Revisionen

> STRAFRECHT - Haftbefehl, Strafbefehl, Vorladung, Nebenklage, Verteidigung, Berufung, Verfahrenseinstellungen

> INSOLVENZRECHT - Regelinsolvenz, Privatinsolvenz, Unternehmensinsolvenz, Vergleichsverfahren

Gnade vor Recht? Gnade nach Recht!

Wieder sitzt ein ehemaliger KZ-Wachmann vor Gericht. Der heute 94-jährige wurde als verhandlungsfähig eingestuft, was die Macht der Bilder kaum entschärfen dürfte. Die Zeitungen täten wirklich gut daran, dem Foto des inzwischen greisen Täters im Rollstuhl eines der Opfer entgegen zu stellen. Aufgetürmte Leichenberge könnten dafür sorgen, dass in den Sozialen Netzwerken nicht ausschließlich Kommentare zu lesen sind, die Menschlichkeit anmahnen - für den Täter. Das ist insofern bemerkenswert, als dass in anderen Fällen die Verteidiger für solch eine Täter-Opfer-Umkehr meist Hohn und Spott ernten. Etwa, wenn ein Junge meint, sich nach Syrien auch in Deutschland durchschlagen zu dürfen, im wörtlichen Sinn. Auch diese Täter sind zur Tatzeit noch sehr jung, in einer Diktatur aufgewachsen und somit ebenfalls völlig anders geprägt. Doch dunkelhaarige junge Männer stehen auf der öffentlichen Mitgefühl-Skala derzeit nicht besonders weit oben. 

Dazu aus unserem Archiv: "Hart bestrafen! Ich kann es nicht mehr hören

Zurück zum greisen Nazi-Wachmann. Er war kein Mitläufer, sondern Mitglied der SS. Musste man nicht werden. Er hat dazu beitragen, dass über 27.000 Menschen auf grauenvollste Art zu Tode gekommen sind. Hätte er ebenfalls nicht tun müssen, war seine Entscheidung. Aber, auch das ist richtig, diese kam während einer Diktatur zustande. Unter einem Regime, das Kindern und Jugendlichen in den Schulen, im Radio, mit Plakaten eintrichterte, sie haben ihrem stolzen Vaterland zu dienen, was auch immer kommen möge. Wer unter solchen Lebensumständen nicht in einem stark humanistisch geprägten Elternhaus aufwächst, der will dabei sein, bei der Ausrottung des Bösen und der Weltherrschaft. Heute bestenfalls per Video-Spiel, damals in echt. Das ist keine Entschuldigung, aber eine Erklärung schon. Helden bleiben selten. 

Hier der Artikel der ZEIT zum Thema

Nach aktueller Rechtslage kann auch die Beihilfe zu Morden aus der NS-Zeit juristisch verfolgt werden. Der Gesetzgeber hat das erst spät zugelassen, wohl aus Furcht, sonst die halbe Republik in den Bau schicken zu müssen. Nach dem Krieg brauchte man schließlich zahlreiche Ex-NSDAP-Mitglieder, um das zerstörte Land wieder aufzubauen. Diese vielen anderen waren während des Krieges vielleicht emphatischer, wahrscheinlich aber einfach nur klüger als der Angeklagte. Oder sie konnten sich im Hintergrund halten, hatten Glück. Ein heute 94-jähriger Ex-Wachmann, der mit 18 schlimmste Verbrechen unterstützt hat, muss nun büßen. Da bleibt trotz klarer Rechtslage und aller Abscheu für seine Taten ein fader Beigeschmack. Ich meine: Gelten müsste auch für ihn das Jugendstrafrecht. Und auf ein gerechtes Urteil - sollte der alte Mann es denn noch erleben - möge nach angemessener Zeit das folgen, was allen Beteiligten dann am besten zu Gesicht stehen würde: Die Begnadigung. Aus Menschlichkeit. 

Gerhard Rahn, Fachanwalt für Strafrecht

(Foto: Lage des KZ Stutthof, mit freundlicher Genehmigung von Holocaust.cz

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