Gerhard Rahn

Gerhard Rahn

Wer einen außergewöhnlich erfolgreichen Rechtsbeistand braucht und dafür kein Vermögen ausgeben will, ist bei uns genau richtig! Ich bin anerkannter Fachanwalt in den Rechtsgebieten Sozialrecht, Strafrecht und Insolvenzrecht. Zusammen mit meinen Kollegen kämpfe ich leidenschaftlich für Ihr gutes Recht. Rufen Sie uns an! 

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> SOZIALRECHT - Ablehnungsbescheide, Hartz IV, Versagungsbescheide, Aufhebungs- und Erstattungsbescheide, Widerspruch, Revisionen

> STRAFRECHT - Haftbefehl, Strafbefehl, Vorladung, Nebenklage, Verteidigung, Berufung, Verfahrenseinstellungen

> INSOLVENZRECHT - Regelinsolvenz, Privatinsolvenz, Unternehmensinsolvenz, Vergleichsverfahren

Über Hundeglück und Menschenpech

Hundewelpe
 
Die Familie hatte sich so auf ihren Welpen gefreut! Ihren kleinen Racker bereits bei der Züchterin ausgesucht, die ihn dann sogar ins neue Zuhause brachte. Auch seine Geschwister kamen mit, das neue Heim des Bruders einmal beschnuppern. Vielleicht erhoffte die Züchterin sich, so noch einen weiteren Welpen zu verkaufen. Vielleicht war sie aber auch einfach nur lieb, wer weiß. 
Drei Wochen später erkrankte der Kleine jedenfalls und die Diagnose war eine schmerzhafte: Parvovirose. Er kam sofort in die Tierklinik, wo er drei Wochen lang aufwendig gegen die sogenannte Hundeseuche behandelt wurde. Die Rechnung danach: 6.502,87 Euro, welche - so forderten die Familie - die Züchterin zu zahlen hätte. Die konnte jedoch nachweisen, all ihre Tiere korrekt geimpft zu habe, auch gegen Parvovirose. Was nun?
 
 
Hier hätte ich den Klageweg für beendet erklärt. Denn die Züchterin konnte aufgrund dieses Nachweises gar nicht mehr haftbar gemacht werden, sie ist ihrer Pflicht nachgekommen. (Das sind übrigens Mitteilungen, die nicht alle Mandanten verstehen, und dann leider manchmal mit miesen Bewertungen reagieren. Schade.) Der Kollege versuchte es jedenfalls mit einem - nennen wir es Trick: Er unterstellte der Züchterin Pflichtwidrigkeit, da der Welpe ständigen Kontakt mit seinen Wurf-Geschwistern hatte. Ja, richtig verstanden! Gefordert wurde nicht weniger, als dass Welpen grundsätzlich solange in Quarantäne, also Einzelhaltung kommen, bis jegliche Ansteckungsgefahr ausgeschlossen sei. Dass dies eine ganze Generation von verstörten Hunden zur Folge hätte, nebensächlich.
 
Trotz Impfung erkrankt
 
Die Kläger-Familie muss entweder sehr vermögend oder sehr gut versichert gewesen sein, denn sie zog mit dieser - es tut mir leid, absurden Begründung bis vors Oberlandesgericht. Auch dort urteilten die Richter dann nicht anders als in den Vorinstanzen: Es ist sinnvoll, Welpen frühzeitig zu sozialisieren, an den Kontakt mit anderen Tieren zu gewöhnen und sie ihre Umwelt kennenlernen zu lassen. Anstatt ihnen den Kontakt zu anderen Tieren und zu Menschen zu versagen. 
Dass ein Welpe trotz Impfung erkrankt ist extrem ungewöhnlich, kann aber leider vorkommen. Der Kleine hatte also Pech. Und doch immerhin das große Glück, zu dem Zeitpunkt bereits eine Familie zu haben, die ihm half. Beim Züchter wäre sein Leben zu Ende gewesen. 
 
Und die Moral von der Geschicht: Echte Freundschaft kostet doch, und meine Kanzlei bleibt immer ehrlich. Alles andere bringt es nicht. 
 
Herzlichst, 
Ihr Gerhard Rahn, Rechtsanwalt
 
#Schadensersatz #Pflichtwidrigkeit #Quarantäne #Hundeseuche #Hundeimpfungen 
(Arbeitsnachweise: OLG Koblenz, AZ 1 U 262/18, Bild: "Alpha", privat)