Gerhard Rahn

Gerhard Rahn

Wer einen außergewöhnlich erfolgreichen Rechtsbeistand braucht und dafür kein Vermögen ausgeben will, ist bei uns genau richtig! Ich bin anerkannter Fachanwalt in den Rechtsgebieten Sozialrecht, Strafrecht und Insolvenzrecht. Zusammen mit meinen Kollegen kämpfe ich leidenschaftlich für Ihr gutes Recht. Rufen Sie uns an! 

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Übrigens: Bei uns herrscht absolute Gebührentransparenz, von Anfang an sagen wir, was ein Verfahren kosten und ob es sinnvoll sein wird. Das gilt auch im Arbeitsrecht und Familienrecht. Als Fachanwalt helfe ich besonders häufig bei: 

> SOZIALRECHT - Ablehnungsbescheide, Hartz IV, Versagungsbescheide, Aufhebungs- und Erstattungsbescheide, Widerspruch, Revisionen

> STRAFRECHT - Haftbefehl, Strafbefehl, Vorladung, Nebenklage, Verteidigung, Berufung, Verfahrenseinstellungen

> INSOLVENZRECHT - Regelinsolvenz, Privatinsolvenz, Unternehmensinsolvenz, Vergleichsverfahren

Am Digitalboom mitverdienen? So geht's!

Spannende Frage: Darf eine Apotheke ihre Medikamente nicht nur im Geschäft, sondern auch auf einer unabhängigen Internet-Plattform, wie z.B. Amazon Marktplatz, anbieten? In der Stadt Oberharz am Brocken macht genau dies ein Apotheker - und handelt sich prompt die Klage der Konkurrenz ein. Deren Vorwurf: Unlauterer Wettbewerb (also Verstoß gegen § 3 UWG), sowie unerlaubte Werbung für Medikamente, da auf der Plattform auch Bewertungen möglich sind; welche beim Beklagten sehr zum Ärger der Konkurrenz zu 100 Prozent positiv ausfallen. 

Erlaubt? Oder nicht?

Wie sieht dies das Landgericht? Es bezieht sich auf ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aus 2012, nach dem ein Handel im Internet mit rezeptfreien Medikamenten grundsätzlich erlaubt ist. Aufgrund des Gleichheitsgebots darf dies nicht nur für spezielle Internet-Apotheken gelten, sondern muss auch für die übliche Laden-Apotheke mithilfe einer Handelsplattform möglich sein. Bei den Bewertungen liegt ebenfalls kein Verstoß vor, denn jeder Nutzer könne sofort erkennen, dass es sich um Meinungen von Verbrauchern handelt - nicht um Werbung der Apotheke selbst. Ergo: Der beklagte Mitbewerber verstößt gegen keine Vorschriften und begeht keine unlautere Handlung nach § 3 UWG. Er darf diese Verkaufsform weiter betreiben. 

Meine Meinung dazu 

„Kannst du deinen Feind nicht besiegen, umarme ihn“, lautet eine alte Weisheit. Genau das hat der Beklagte getan, mit großem Erfolg. Der Vertriebsweg über eine - nein, sind wir ehrlich - über DIE Handelsplattform im Netz, birgt immenses Potential für eben genau jene Unternehmen, die unter der übermächtigen Konkurrenz im Netz ächzen. Und diese Konkurrenz wird, auch das ist eine Wahrheit, nicht weniger werden, selbst wenn wir alle zwischendurch wieder mehr ins Geschäft nebenan gehen sollten. Wer also den nötigen logistischen Aufwand wuppen kann, sprich die eingehenden Bestellungen neben dem analogen Verkauf sofort bearbeiten und versenden, wird mit dieser, nun auch bei Apotheken garantiert legalen Geschäftsidee künftig wahrscheinlich zu den Winnern gehören. 

Was bedeutet das Urteil? 

Für Geschäfstinhaber in jedem Fall: Statt auf facebook & Co über die digitale Konkurrenz zu jammern in dieser Zeit lieber eine zweite Theke im Netz eröffnen. Am besten sofort. 

Wir wünschen viel Erfolg!

Herzlichst, Ihr Rechtsanwalt Gerhard Rahn

#Wettbewerbsrecht #Apotheke #Internethandel #Internet-Apotheke #Medikamente #UWG

 

(Urteile: BVerG 2012, AZ 3 C 25/11, sowie Landgericht Magdeburg, AZ 36 O 48/18. Foto: Pixabay)