Gerhard Rahn

Gerhard Rahn

Wer einen außergewöhnlich erfolgreichen Rechtsbeistand braucht und dafür kein Vermögen ausgeben will, ist bei uns genau richtig! Ich bin anerkannter Fachanwalt in den Rechtsgebieten Sozialrecht, Strafrecht und Insolvenzrecht. Zusammen mit meinen Kollegen kämpfe ich leidenschaftlich für Ihr gutes Recht. Rufen Sie uns an! 

Oder schreiben Sie mir HIER gleich persönlich. Per Mail erreichen Sie mich unter rahn@rahn.de - ich freue mich auf Sie! 

Übrigens: Bei uns herrscht absolute Gebührentransparenz, von Anfang an sagen wir, was ein Verfahren kosten und ob es sinnvoll sein wird. Das gilt auch im Arbeitsrecht und Familienrecht. Als Fachanwalt helfe ich besonders häufig bei: 

> SOZIALRECHT - Ablehnungsbescheide, Hartz IV, Versagungsbescheide, Aufhebungs- und Erstattungsbescheide, Widerspruch, Revisionen

> STRAFRECHT - Haftbefehl, Strafbefehl, Vorladung, Nebenklage, Verteidigung, Berufung, Verfahrenseinstellungen

> INSOLVENZRECHT - Regelinsolvenz, Privatinsolvenz, Unternehmensinsolvenz, Vergleichsverfahren

Strand genießen und Krankengeld kassieren!

Gibt es ein Recht auf Krankengeld, wenn man Urlaub im Ausland macht? Einen solchen Fall hatte das Sozialgericht Karlsruhe jetzt zu beurteilen. Klar ist: Auch wer krankgeschrieben ist darf in den Urlaub fahren, insofern der Arzt bescheinigt, dass der Urlaub die Genesung fördert. Wenn nun aber eine Kranken- oder Unfallkasse Krankengeld zahlt, was ist dann damit? 

Krankenkasse weigert sich

Sahra G.* hatte bereits weit bevor sie arbeitsunfähig erkrankte einen Urlaub gebucht. Ihr Arzt äußerte dann keine Bedenken gegen den Aufenthalt in einem Ferienhaus an der Mittelmeerküste, zumal in den zwei Wochen auch keine Untersuchungen anstanden. Die Krankenkasse jedoch verweigerte G. die Fortzahlung des Krankengeldes. Begründung: Ihre Krankheit könne sich während des Urlaubs verschlechtern, eine positive Auswirkung auf die Genesung sei nicht gesichert. G. klagte dagegen. 

Auch interessant: "Fehldiagnose? Schmerzensgeld!"

Das Sozialgericht Karlsruhe befand nun, dass grundsätzlich auch während eines Auslandsurlaubes Krankengeld gezahlt muss, insofern der behandelnde Arzt, wie hier, keine Bedenken gegen einen Ortswechsel hat. Die Krankenkasse von G. habe insbesondere zwei Dinge zu wenig berücksichtigt: 

  1. Die gesundheitlichen Vorteile eines Erholungsurlaubes, und
  2. dass G. den Urlaub bereits vor der Arbeitsunfähigkeit gebucht hatte.

Zudem: Wenn die Arbeitsunfähigkeit in Deutschland festgestellt worden sei und unstreitig auch während des Urlaubes vorliege, bleibe für eine Ablehnung durch die Krankenkasse gar kein Raum mehr, so die Richter. Dies ergebe sich für das EU-Ausland allein schon aus höherrangigem EU-Recht. Mit dem Urteil zeigt sich wieder einmal, dass nicht nur Behörden, sondern auch Krankenkassen Leistungen oft zunächst obligatorisch ablehnen, da viele den Weg über Widersprüche oder gar Klagen scheuen. 

Seien Sie bitte schlauer! 

Herzlichst, Ihr

Gerhard Rahn, Fachanwalt für Sozialrecht 

#Krankenkasse #Krankengeld #Arbeitsunfähigkeit #Krankschreibung #Widerspruch # 

(* Name geändert, AZ Sozialgericht Karlsruhe: S 4 KR 2398/17, Bild: "Stine", privat)