Gerhard Rahn

Gerhard Rahn

Wer einen außergewöhnlich erfolgreichen Rechtsbeistand braucht und dafür kein Vermögen ausgeben will, ist bei uns genau richtig! Ich bin anerkannter Fachanwalt in den Rechtsgebieten Sozialrecht, Strafrecht und Insolvenzrecht. Zusammen mit meinen Kollegen kämpfe ich leidenschaftlich für Ihr gutes Recht. Rufen Sie uns an! 

Oder schreiben Sie mir HIER gleich persönlich. Per Mail erreichen Sie mich unter rahn@rahn.de - ich freue mich auf Sie! 

Übrigens: Bei uns herrscht absolute Gebührentransparenz, von Anfang an sagen wir, was ein Verfahren kosten und ob es sinnvoll sein wird. Das gilt auch im Arbeitsrecht und Familienrecht. Als Fachanwalt helfe ich besonders häufig bei: 

> SOZIALRECHT - Ablehnungsbescheide, Hartz IV, Versagungsbescheide, Aufhebungs- und Erstattungsbescheide, Widerspruch, Revisionen

> STRAFRECHT - Haftbefehl, Strafbefehl, Vorladung, Nebenklage, Verteidigung, Berufung, Verfahrenseinstellungen

> INSOLVENZRECHT - Regelinsolvenz, Privatinsolvenz, Unternehmensinsolvenz, Vergleichsverfahren

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf

Wenn aufgrund einer Medikamenten-Unverträglichkeit nur noch Alternativmedizin hilft - Hartz-IV-Empfänger Holger R.* muss regelmäßig Medikamente gegen Entzündungen und Schmerzen einnehmen, um am Leben teilnehmen zu können. Verträgt jedoch klassische Medikamente nicht. Eine Möglichkeit, mit der R. beste Erfahrungen gemacht hat, sind pflanzliche Präparate, die er sich teils selbst mixt. Soweit, so gut. Nur: Seine Krankenkasse übernimmt keine Kosten für diese sogenannte Alternative Medizin. Nicht weil diese Mittel R. nicht helfen würden oder weil sie teurer wären als herkömmliche, pharmazeutische Produkte. Nein, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. 

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Dem 64-jährigen kostet seine Medizin monatlich rund 150 Euro, die er kaum vom Regelsatz abzwacken kann. Deshalb klagte er auf Übernahme durchs Jobcenter vorm Sozialgericht Bremen. Und verlor. Aber wie entschied nun das Landessozialgericht?

„Das Jobcenter muss grundsätzlich eine ausreichende medizinische Versorgung des Hilfebedürftigen sicherstellen (…), Präparate außerhalb des Leistungskataloges der gesetzlichen Krankenkassen fallen (jedoch) in die Eigenverantwortung des Krankenversicherten und sind von Hartz-IV-Empfängern selbst zu zahlen. Um nicht das Tor zu einer beliebigen, mit Steuermitteln finanzierten Wunschmedizin zu öffnen.“ 

"Wunschmedizin"? 

Hohes Gericht, leidet jemand unter einer ärztlich bescheinigten Medikamenten-Unverträglichkeit, hat das wenig mit einem Wunsch zu tun. Er oder sie hat vielmehr gar keine andere Wahl, als sich Alternativen zu suchen. Außer den ganzen Tag mit Schmerzen im Bett bleiben, vielleicht. Soll hier mit einem ablehnenden Urteil wieder einmal ein Exempel statuiert werden, das das Wohl des Einzelnen völlig unberücksichtigt lässt? Allein, damit weiterhin alle über einen Kamm geschoren werden können? 

Mein Tipp an R. ist nun ein Krankenkassenwechsel. Es gibt durchaus Kassen, die in solchen Ausnahmefällen auch Alternative Medizin anerkennen. Wir beraten gern. 

Bleiben Sie gesund! Herzlichst, Ihr 

Gerhard Rahn, Fachanwalt für Sozialrecht

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(*Name geändert, nach einem Urteil des Landessozialgerichts Celle-Bremen, AZ L 15 AS 262/16, Bild: www.pixabay.com