Gerhard Rahn

Gerhard Rahn

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Der Mann mit dem Koks ist da!

Jemand zieht eine Line Kokain, Stern, Drogen ABC

Haftet der Hauptmieter, wenn ein WG-Mitglied dealt? Bisschen überrascht ist Marco M.* schon, als Dennis ihm beim Vorstellungsgespräch einen weißen Mini-Umschlag zuschiebt. „Speed?“, fragt er mit gerunzelter Stirn und starrt auf das unerwartete Geschenk. „Nee, was Gutes“, antwortet der Szene-Promi mit einem Zwinkern. Marco findet den unkonventionellen Türsteher eines Berliner Clubs extrem sympathisch, er bringt Glamour in seine nicht besonders schöne, aber zentral gelegene Plattenbauwohnung. Künftig einen Ausgleich zum eher langweiligen Bankjob zuhause zu haben, Marco gefällt diese Idee. Er überreicht Dennis den Untermietvertrag.

Fragen. Verstehen. Das Drogen-ABC vom "Stern": Wie Kokain wirkt 

Wenige Wochen später schmeichelt sich eine Nachbarin bei Dennis ein. Er nimmt sie mit in sein Zimmer, und erfüllt ihr dort den Wunsch, „fürs Wochenende etwas für die Nase“ haben zu wollen. 60 Euro das halbe Gramm, Nachbarschaftsrabatt. Am späten Abend klingelt es dann an der Tür, Marco wird von der Polizei grob zur Seite geschoben. Sie krempeln die ganze Wohnung um, stellen alles auf den Kopf. Die Schachtel voller Koks und Amphetamine in Dennis' Zimmer ist selbst für einen Szene-Promi nicht mehr mit Eigenbedarf zu erklären. Zwar kann Marco die Polizei dank anwaltlicher Hilfe davon überzeugen, dass er mit den Drogen nichts zu tun hat. Ein anderes Problem stellt sich jedoch als gravierender dar: Die Nachbarin hat auch den Vermieter informiert. Nach der Razzia erhält Marco die Kündigung der Wohnung. 

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Darf der Vermieter das? Das Amtsgericht Frankfurt kommt bei einem aktuellen Fall zu folgendem Schluss: „Strafrechtlich relevante Verhaltensweisen, die auch eine Vertragspflichtverletzung darstellen könnten, rechtfertigten eine Kündigung des Mietvertrages, wenn dies mit einer Außenwirkung verbunden ist.“ Und genau das wäre bei Marco M. der Fall. Dem Hauptmieter muss dazu gar keine persönliche Schuld nachgewiesen werden. Es reichen "Indizien, die den Rückschluss auf ein Handeltreiben mit Rauschgift aus der Wohnung" zulassen, so die Urteilsbegründung. Das Auffinden von einer, den Eigenbedarf übersteigenden Menge ist als Nachweis genug, der Mieter haftet damit für das Verhalten seiner Mitbewohner*innen.

Einzig gute Nachricht für Marco: Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, vielleicht hätte er also noch eine Chancen. Er sollte der Kündigung kurz vor Fristablauf widersprechen und versuchen, auf Zeit zu spielen. Natürlich mit Anwalt. Denn sich auf die Suche nach einer zentral gelegenen, bezahlbaren Wohnung zu machen - leider alles andere als glamourös. 

Herzlichst, Ihr

Rechtsanwalt Gerhard Rahn (Fachanwalt für Strafrecht) 

 

#Wohnungskündigung #Dealer #Vertragsverletzung #Rauschgift #Mietvertrag 

(*Fiktiver Fall nach Urteilen des AG Frankfurt, AZ 33 C 2815/18 (51) und 33 C 2802/18 (50), Bild: www.stern.de ) 

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