Gerhard Rahn

Gerhard Rahn

Wer einen außergewöhnlich erfolgreichen Rechtsbeistand braucht und dafür kein Vermögen ausgeben will, ist bei uns genau richtig! Ich bin anerkannter Fachanwalt in den Rechtsgebieten Sozialrecht, Strafrecht und Insolvenzrecht. Zusammen mit meinen Kollegen kämpfe ich leidenschaftlich für Ihr gutes Recht. Rufen Sie uns an! 

Oder schreiben Sie mir HIER gleich persönlich. Per Mail erreichen Sie mich unter rahn@rahn.de - ich freue mich auf Sie! 

Übrigens: Bei uns herrscht absolute Gebührentransparenz, von Anfang an sagen wir, was ein Verfahren kosten und ob es sinnvoll sein wird. Das gilt auch im Arbeitsrecht und Familienrecht. Als Fachanwalt helfe ich besonders häufig bei: 

> SOZIALRECHT - Ablehnungsbescheide, Hartz IV, Versagungsbescheide, Aufhebungs- und Erstattungsbescheide, Widerspruch, Revisionen

> STRAFRECHT - Haftbefehl, Strafbefehl, Vorladung, Nebenklage, Verteidigung, Berufung, Verfahrenseinstellungen

> INSOLVENZRECHT - Regelinsolvenz, Privatinsolvenz, Unternehmensinsolvenz, Vergleichsverfahren

Von Negerküssen und Giftzwergen

Seit einiger Zeit dominiert immer wieder eine Frage die Schlagzeilen: Darf ich beleidigen, mich lustig machen über andere?

Das ist insofern bemerkenswert, als dies vor ein paar Jahren noch gar kein Thema war. Als ein bekannter Süßwarenhersteller seine „Negerküsse“ weit vor der Jahrtausendwende plötzlich als „Schaumküsse“ bezeichnete - keine Schlagzeile, nirgends. Heute ist das Wort Negerkuss dagegen geradezu zum Symbol geworden, für die einen für etwas, das man nicht mehr sagt, und für die anderen für das Recht auf freie Meinungsäußerung. Ein Bildchen „Ich esse Negerküsse“ (und noch einiges mehr) wird munter in den Sozialen Netzwerken geteilt. Auch ein Video übrigens, in dem sich eine Frau vor übervollem Müllcontainer drei lange Minuten über „das System“ echauffiert, das sie „ficken“ will. Statt dem erwarteten weißen Schaum quillt dann aus ihr heraus: Sie brauche jetzt von jedem User „ein oder zwei Euro“, wegen Netzwerkausbau und so, ey, kann doch nicht so schwer sein! Okay, die Dame hat zwar eine enorme Reichweite, doch eben auch ein Glaubwürdigkeitsproblem. Merke: Sich selbst zum Deppen machen, das darf garantiert jede/r. Aber andere? 

Ein Leiharbeiter aus Dresden wurde in München bei einem renommierten Automobil-Hersteller eingesetzt. Sein dortiger Vorarbeiter bezeichnete Untergebene flappsig als „Nigger“, dann wieder als „Bimbo“, „Jude“ oder auch mal „behindert“. Als der Arbeiter sich über diesen rüden Humor beschwerte, wurde er kurzerhand entlassen. Zunächst von dem Autokonzern, dann sogar von seiner Hauptarbeitgeberin, der Leiharbeitsfirma. Ganz nach dem Motto: „Nigger“, wird man doch noch sagen dürfen, mindestens aber, sich anhören müssen. So als Leiharbeiter in der Probezeit - 

Nein, muss man nicht, entschied jetzt das Arbeitsgericht München: „Kein Arbeitnehmer, keine Arbeitnehmerin muss rassistische Beleidigungen hinnehmen. Auch nicht, wenn sie einen selbst gar nicht betreffen.“ Die Kündigung ist unwirksam. 

Meine Oma sagte ja gern: „Nur Zwerge reden andere klein“. In diesem Sinne: Sei kein Zwerg. Und lass dich auch nie zu einem machen.  

 

#Kündigungsschutzklage #Arbeitsrecht #Beleidigung #Meinungsfreiheit 

(Arbeitsgericht München, AZ 33CA8894/18, Bild: PR)